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Tethered Photo Shooting

tethered shootingIn Zeiten wie diesen, also in Zeiten in denen das Urheberrecht aus prä-epiphanen Zeiten zu stammen scheint, wird es für mich immer lustiger meine Bilder für’s Web selbst zu schießen. Das Bedeutet aber auch, dass ich mich ein bisschen damit befassen muss was denn eigentlich wirklich passiert wenn ich die Belichtungszeit um eine Tick höher mache – oder ich die Blende um einen Tschiffi verkleinere.

Auf dem Bildschirm meiner Nikon D80  ist das aber eher schwer festzustellen. Zumindest für mich :-). Was würde näher liegen als, das eben geschossene Bild sofort am Bildschirm zu sehen. Kein Herumgetue mit der Speicherkarte, kein gar nix – nur einfach ansehen und vergleichen.

Tethered Shooting ist angesagt!

Als Purist und Linux-Console Freak fällt meine Wahl natürlich sofort auf gPhoto2. Das Kompilieren der benötigten Programme samt Abhängigkeiten ist ein bisschen verfrickelt, lässt aber mit ein bisschen herumgesuche leicht bewerkstelligen. Wichtig sind auch auch die USB Develeper Libs (libusb-dev) damit wir über USB mit der Kamera sprechen können.

Was sind nun die Wünsche an meine Konfiguration:

  • Es soll egal sein ob die Cam RAW, Jpeg oder beides aufnimmt
  • Die Bilder sollen nicht überschrieben werden und einen sinnvollen Dateinamen bekommen
  • Ich möchte die Kompressionsrate für die Vorschau einstellen können
  • Vorschau als Vollbild – immer das letzte Bild, wenn möglich und nötig gedreht

Dazu verwende ich neben gPhoto2 noch ufraw und eog. Eye of Gnome sollte auf X Systemen installiert sein. ufraw und ufraw-batch müssen ggf. nachinstalliert werden.

Nun ist hier der kleine hook der die wichtigsten Dinge für mich erledigt.

#!/bin/bash
self=`basename $0`
case "$ACTION" in

init)
echo "$self: INIT"
# exit 1 # non-null exit to make gphoto2 call fail
;;
start)
 echo "$self: START"
;;
download)
 echo "$self: DOWNLOAD to $ARGUMENT"
 TYPE=`file --mime-type -b "$ARGUMENT"`
 if [ "$TYPE" = 'image/tiff' ]; then

    ufraw-batch --rotate=camera  --compression=95 --out-type=jpg \
    --embedded-image --output=thumb.jpg --overwrite "$ARGUMENT"
    mv -f thumb.jpg preview.jpg
    eog -f -w preview.jpg &

    ufraw-batch --rotate=no --compression=95 --out-type=jpg \
    "$ARGUMENT" &
else
    eog -f -w "$ARGUMENT" &
fi
;;

stop)
 echo "$self: STOP"
 rm preview.jpg
;;
*)
 echo "$self: Unknown action: $ACTION"
;;
esac
exit 0

Danach rufen wir gPhoto2 auf, lassen es „tethern“, hängen unseren haken aus und benennen die Dateien um:

gphoto2 --capture-tethered --hook-script=hook.sh --filename PIC_%H%M%S.%C

Verwiesen sei hier noch auf all die anderen netten Spielereien, die gPhoto2 noch so mitbringt. Lustig ist zB gphoto2 –capture-images  oder, wenn Du Deine Lieblingspflanze heimlich beim Wachsen beobachten willst gphoto2 –capture-images-and-download –interval=3600.

Mein spezieller Dank hier noch an http://www.giric.com/

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